Auslagerung Speicherort von WSUS auf einen Netzwerkspeicherort

Wenn man so geschickt war, den Standardspeicherort von WSUS bei der Installation auf einen lokalen Ordner zu legen wird man irgendwann feststellen, dass die Fülle an Updates und Servicepacks den Rahmen sprengen könnte. Erste Maßnahme ist dann erstmal WSUS zu sagen, dass er seine Updates nicht mehr lokal speichern soll (neue Updates können bei einer vollen Platte ja nicht mehr gespeichert werden -> Das resultiert darin, dass die Server und Clients im Haus nicht auf den aktuellsten Stand kommen und somit ein potentielles Risiko darstellen!)

Vorweg: die Anleitung beschreibt den Weg über ein DFS. Wer es über eine normale Freigabe realisieren will, schaut bitte die Beschreibung von Thilo am Ende des Artikels an!

Dazu gehe man in der Update Services Console zu den Options und wähle bei „Update Files and Languages“ den Punkt „Do not store update files locally; computers install from Microsoft Update

WSUS für "non local storage" konfigurieren

WSUS für „non local storage“ konfigurieren

Als nächsten Schritt geht man auf dem Server auf Start – Ausführen (alternativ Windowstaste + r) und gibt cmd ein – gefolgt von Enter oder Klick auf OK. In der Konsole wechselt man in das Verzeichnis c:\program files\update services\tools\.

Im Tools-Verzeichnis befindet sich das Tool wsusutil.exe welches das Verschieben des Speicherortes möglich macht. Durchgeführt werden kann es mit

wsusutil.exe movecontent zielverzeichnis logfile [-skipcopy]

Wenn man nun ein lokales Laufwerk hat, auf das man verschieben will, gibt man folgendes an:

wsusutil.exe movecontent d:\wsus c:\wsusmove.log

Es werden nun alle Daten des alten Verzeichnisses in das neue (in dem Fall d:\wsus) verschoben, da wir kein -skipcopy angegeben haben. Zusätzlich wird das Stammverzeichnis von Wsus auf d:wsus geändert. Eine Log wird unter c:\wsusmove.log abgelegt.

Sollten wir jetzt jedoch auf ein Laufwerk im Netzwerk speichern wollen, müssen wir ein DFS verfügbar haben. Eine normale Freigabe zu verwenden ist nicht möglich!
Die DFS muss full qualified angegeben werden! Siehe:

wsusutil.exe movecontent \\domainname.tld.de\Freigabename c:\wsusmove.log -skipcopy

Er kopiert jetzt kurz und meldet den Erfolg. Das Stammverzeichnis ist nun auf \\domainname.tld.de\Freigabename.

Ein Howto zum Thema DFS werde ich mal nachreichen, wenn ich dazu komme. Das Howto wird dann hier verlinkt.

Nachtrag mit einem Trick von Thilo, wie man statt DFS auch eine normale Freigabe benutzen kann:

Man bindet die Freigabe ganz normal über net use ein und erstellt dort eine .vhd-Datei
Diese bindet man über das Datenträger Verwaltungstool aus lokale Festplatte in der Server 2008 wieder ein.
Nun kann man den WSUS so konfigurieren das er die Updates auf der neuen Partition speichert, die ja eigentlich eine .vhd-Datei auf einer Freigabe ist.
So kann man die Update relativ einfach aus dem Server auslagern ohne ein DFS vorweisen zu müssen.

    • Thilo Albrecht
    • 4. Juli 2012

    Man kann mit einem kleinen Trick auch eine normale Freigabe nutzen.

    Man bindet die Freigabe ganz normal über net use ein und erstellt dort eine .vhd-Datei

    Diese bindet man über das Datenträger Verwaltungstool aus lokale Festplatte in der Server 2008 wieder ein.

    Nun kann man den WSUS so konfigurieren das er die Updates auf der neuen Partition speichert, die ja eigendlich eine .vhd-Datei auf einer Freigabe ist.

    So kann man die Update relativ einfach aus dem Server auslagern ohne ein DFS vorweißen zumüssen.

    Gruß

    • Hammer, Philipp
    • 4. Juli 2012

    Hallo Thilo,

    super Trick! Werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren🙂

    Gruß Philipp

    • Thomas
    • 25. Januar 2013

    Hi,
    interessante Anleitung, werde das testen. Habe aber eine Frage: Wenn man die Möglichkeit hat, wäre es nicht besser ein iScsi Laufwerk auf einer Nas zu erstellen und dann das iScsi im Windowsserver einzubinden? Habt ihr in der Richtung schon Erfahrungen gemacht?

    g
    Thomas

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